Amsel

Kleingärtner-Verein “Amsel”

Chronik des Vereins

1948 trafen sich in der Gaststätte Himmelmann Heinrich Keller, Heinrich Hoppe und die Gebrüder Weber, um ihrem Hobby, Skat zu spielen, nachzukommen.  Mit von der Partie war auch immer der Kiebitz Kurt Pagel. Bei ihrem Hobby kam naturgemäß das Gespräch auf ihr Grabeland, welches sie an verschiedenen Orten in der Stadt, wie z. B. Kreuzstraße - Wuckenhof ­ Wilhelmsplatz oder am Reddemannsweg bewirtschafteten. Hierbei kam man überein, mit der Stadt Schwerte dahingehend Gespräche zu führen, eine gemeinsame beständige Kleingartenanlage zu schaffen.  Bald darauf kam ein Angebot der Stadt für ein Grundstück am Holzener Weg - unterhalb der Villa Heierhof - als Pachtland für 10 Jahre zu erhalten.  Man griff zu und gründete noch im Jahre 1948 den Kleingartenverein Amsel.  Auf diesem Gelände wurden 28 Gärten ge­schaf­fen. Die 28 Gärten waren damals ein „sechziger“ (280,44 qm) oder 20 preußische qm je 14,2 qm) groß. Am 11. November 1974 trafen sich etwa 35 Interessenten im Restaurant “Zum Adler und gründeten den Kleingarten-Verein “Am Oelpfad”. Als Vorsitzender wurde Helmut Müller gewählt.

Lange währte die Freude über die gemeinsame Anlage nicht, da das Gelände zu Bauland erklärt wurde.  Im gegenseitigem Einvernehmen zwischen der Stadt Schwerte und den damaligen Mitgliedern wurde im Jahre 1952 die Anlage an der alten Iser­loh­ner Straße (heute: Im Reiche des Wassers) im Tausch erstellt.

Für die erste Vereinsführung wurden gewählt:

1. Vorsitzender: Heinrich Keller
2. Vorsitzender: Karl Weber
1. Kassierer:   Kurt Klein
1. Schriftführer: Gfd.  Kamm
Gartenobmann:  Heinrich Hoppe
Fachberater:   Gfd.  Hackae

Zehn der bisherigen Mitglieder zogen mit, um das Weideland urbar zu machen.  Zu dieser Zeit war die Nachfrage nach Kleingärten bereits derart groß, dass hier neben dem vorhandenen Grabeland insgesamt 50 Kleingärten errichtet werden konnten.  Hier floss zu dieser Zeit mancher Schweißtropfen, nicht nur, um das Weideland urbar zu machen, sondern auch, um die vorhandenen Bombentrichter mit Erdreich auf­zu­fül­len.  Nachdem das Land urbar gemacht worden war, galt es, das Gelände ein­zu­zäu­nen.  Zu dieser Zeit mussten die Mitglieder über 100 Stunden zur Ge­mein­schafts­ar­beit leisten.
Nun galt es, die Anlage zu entwickeln. Es wurden für die Wasserversorgung Gemeinschaftspumpen geschlagen.  Auf der Mitgliederversammlung im Jahre 1954 wurde beschlossen, dass nunmehr jeder Garteninhaber sich eine eigene Was­ser­ver­sor­gung schaffen konnte. Von dem damaligen Installateurmeister Brieke wurden die Wasseradern gesucht und die Pumpen geschlagen.  Die erste Gartenlaube wurde 1953 im damaligen Garten Thiemann erbaut. Im Jahre 1958 wurde die Klein­gar­ten­an­la­ge um weitere 26 Gärten erweitert, welches auch zum Beschluss führte, auf dem neu hinzugekommenen Gelände ein Vereinshaus zu errichten. Den endgültigen Beschluss zum Bau des Vereinshauses fassten die Mitglieder im Jahre 1959.  Wieder mussten sie auch in die eigene Tasche greifen. Jedes Mitglied musste mindestens DM 40,00 in die Vereinskasse einzahlen.  Dieser Betrag wurde ab 1962 an jeweils 3 Mitglieder nach einer Auslosung beim Erntedankfest ausgezahlt.  Nachdem durch die Stadt die Bauzeichnung erstellt war, konnte es endlich im Frühjahr 1961 mit dem Bau des Hauses beginnen.  Im Frühjahr 1962 fand die erste Versammlung in ver­eins­ei­ge­nen Räumen statt.

Im Jahre 1968 fand der erste Führungswechsel statt. Hans Schedel löste Heinrich Keller in der Funktion des 1. Vorsitzenden ab, der 20 Jahre die Geschicke des Vereins mit viel Engagement geleitet hatte. Unter der Leitung von Hans Schedel entwickelte sich das Vereinsleben weiter, so dass 1971 das Vereinsheim erweitert werden musste. Im Jahre 1972 wurden die ersten Voraussetzungen geschaffen, dass die Vereinsanlage auch an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden konnte.

Zu diesem Zeitpunkt musterte die Stadt Schwerte ihre Gaslaternen aus, welche zur Straßenbeleuchtung dienten, und stellte dem Kleingartenverein 10 dieser Gaslaternen zur Verfügung.  Auf Initiative von Gfd. Sackermann wurden die alten Gaslaternen elektrisch umgerüstet und erleuchten seither den Zugang zum Vereinshaus. Nachdem das Vereinshaus an das öffentliche Stromnetz angeschlossen war, stellten immer mehr Kleingärtner den Antrag, auch Strom in ihrer Laube zu erhalten.  Es kam schließlich dazu, daß im Jahre 1973 eine erste Verkabelung der gesamten Anlage stattfand. Somit war auch ein Stück des Fortschritts in die Kleingartenanlage eingezogen.

Nach vierzehnjähriger Tätigkeit trat dann Hans Schedel im Februar 1982 von seiner Funktion als Vorsitzender zurück. Im Mai 1982 wählte die Mitgliederversammlung Wolfgang Menzel zum Nachfolger. Aufgrund intensiver Bemühungen ist es dem Vorstand gelungen, ein gutes Verhältnis zum Bezirksverband Hamm / Unna herzustellen und regelmäßig an den Wettbewerben um die „Rote Azalee“ teil­zu­neh­men. Das Engagement der Kleingärtner zeigte sich sehr schnell, denn eine ständige Platzverbesserung wurde erreicht.
Im Jahre 1987 belegte man dann den dritten Platz im Bezirksverband Hamm/Unna.   

Am 27. August 1988 wurde im Rahmen der Festveranstaltung zum 40jährigen Vereinsjubiläum das erste Vereinsbanner und somit das Vereinsemblem des Kleingartenvereins „Amsel e.V.“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Geboren wurde diese Darstellung innerhalb eines Ideenwettbewerbs für Mitglieder und deren Kinder. Das Motiv des Gfd. Bernhard Auer bekam den 1. Preis und begleitet seitdem den Verein.

Nach jahrelangen Bemühungen des Vorstandes hatte der Rat der Stadt Schwerte dem Kleingartenverein für die Instandsetzung des Wegenetzes den Betrag von 30.000,- DM in den Haushalt 1989 gestellt. Nach Genehmigung des städtischen Haushaltes durch den Regierungspräsidenten stand nun ein Teil der finanziellen Mittel dem Verein zur Verfügung. Umgehend begannen die Kleingärtner im Frühjahr 1989 mit den Tiefbauarbeiten des Hauptzufahrtweges vom vorderen Eingang bis hin zum Vorplatz des Vereinsheimes bzw. Festplatzes. Zur gleichen Zeit war man bemüht, weitere Zuschüsse zu erhalten, um die notwendige Renaturierung der Rundwege in der Anlage vornehmen zu können. Eine Zuweisung des Landes NRW in Höhe von 9.550,- DM ermöglichte es, diese große Herausforderung anzunehmen. 50 schweißtreibende Pflichtarbeitsstunden hatte jeder Kleingärtner mindestens zu leisten. Um die Sicherung des finanziellen Eigenanteils zu gewährleisten, waren 250,- DM von jedem Garteninhaber in die Vereinskasse zu zahlen. Für nicht geleistete Pflicht­ar­beits­stun­den wurden den Gärtnern 20,DM/Stunde in Rechnung gestellt.

Insgesamt wurden 990 qm Verbundsteinpflaster verlegt. Das Projekt wurde im Spätherbst 1989 fertiggestellt und durch den Herrn Bürgermeister, Werner Steinem, am 4. November 1989 feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Der 1. Vorsitzende, Wolfgang Menzel, stellte im März 1990 sein Mandat nach achtjähriger Tätigkeit zur Verfügung. Er ist im April 1989 zum Vorsitzenden des Bezirksverbandes der Kleingärtner des Bereiches Hamm/Unna gewählt worden. Durch die Wahl der Mitglieder wurde am 3.3.1990 Frau Helga Heinke als Nachfolgerin bestimmt.

Schon seit Ende der 80er Jahre beschäftigen sich die Vorstände des Klein­gar­ten­ver­eins mit dem Umbau des Vereinshauses und einer generellen Modernisierung und Renovierung der Gaststube. Nachdem 1990 ein Umbau des Hauses getätigt war, arbeiteten die Vorstandsleute an den eingeholten Angeboten der verschiedensten Firmen und Brauereien, die die Modernisierung und Renovierung hauptsächlich finanzieren sollten. Mittels eines Kontraktes mit der Dortmunder Stifts-Brauerei war es dann soweit: Im Frühjahr 1993 wurde auch dieses schwierige Vorhaben zu Ende gebracht. 1994 musste der marode Holzfußboden der Gaststätte, der durch etliche Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen war, durch eine Steinfliesen-Auflegung erneuert werden.

Unüberbrückbare Diskrepanzen, so nannte man es, führten ab dem Frühjahr 1995 dazu, dass die gesamte Führungsriege des Kleingartenvereins neu- bzw. umgebildet werden musste. Nachdem im April 1995 zwei Gartenobleute von ihren Ämtern zurücktraten, stellte die 1. Vorsitzende, Frau Helga Heinke, ihr Mandat am 18. Mai 1995 aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Als stellvertretender Vorsitzender leitete Hans Wegener den Verein bis zum nächsten Wahltermin. Noch im gleichen Jahr, auf der Mitgliederversammlung vom 4.11.1995, wurden zwei neue Obleute sowie der alte und neue 1. Vorsitzende, Wolfgang Menzel, für die Restamtszeit bis 1996 gewählt, um, wie man so sagt, den Bootsrumpf über Wasser zu halten.

Durch das Begehren der Wählervereinigung auf der Jahreshauptversammlung am 1.3.1996 wurden durch Neuwahlen ermittelt:
1. Vorsitzender: Udo Hüppe
Kassiererin Ulrike Ernst
Zwei neue Beisitzer und zwei Kassenprüfer.Die Mitglieder des Kleingartenvereins Amsel e.V. Schwerte erhofften sich nun wieder die Ruhe innerhalb des Vereins.

1996 wurde das gesamte Gebiet der Kleingartenanlage Amsel in die Was­ser­schutz­zone 11 integriert. Dies bedeutet für den Verein erhöhte Umweltauflagen und Kontrollen durch die zuständigen Behörden.

Hans Wegener stellte sein Mandat als 2. Vorsitzender nach vorheriger Ankündigung am 14. März 1997 zur Verfügung. Als gewählter Beisitzer steht er dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Als Nachfolger wurde am gleichen Tag Manfred Tischer gewählt.
Lange Jahre haben die umstrukturierten Gaslaternen den Besuchern und Klein­gärt­nern ihren Dienst erwiesen. Nach Begutachtung des Vorstandes war es nun unbedingt erforderlich, diese gegen neue, moderne Beleuchtungskörper aus­zu­tau­schen. Der 2. Vorsitzende, Manfred Tischer, hat auf Bitten des Vorstandes die Kaufverhandlungen geführt und mit der Montage dafür Sorge getragen, dass ab dem 22.8.1997 die Hauptwege in neuem Licht erstrahlen.
Ende 1997, Anfang 1998 war der gesamte Vorstand mit der Organisation des 50jährigen Vereinsjubiläum beschäftigt. Der vorher gewählte Festausschuss sorgte mit den vielen Vorbereitungen dafür, dass das Jubiläum eins der schönsten Feste in der gesamten Vereinsgeschichte war.

Nachdem die Gartenparzelle Nr.68 am unteren Eingangstor von dem damaligen Garteninhaber Geißler gekündigt wurde, kaufte der Kleingartenverein das 316qm große Grundstück im Jahr 2002, um es als Lagerstätte für Holz und Gartengeräte zu nutzen. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die erste türkische Familie, Ahmet und Ayse Calik, in den Kleingartenkreis aufgenommen.
Im Spätsommer 2002 tropfte es plötzlich bei starkem Regen durch die Decke des Vereinsheimes. Mit Eimern und Töpfen musste man sich behelfen, um keine Pfützen in der Gaststätte entstehen zu lassen. So schnell wie möglich wurde gehandelt, schon im Oktober wurde das Dach von den Fachleuten der Amsel neu gedeckt.
Der alte, grüne Kachelofen mit seinem Kamin, der das Vereinsheim über Jahre zierte und für mollige Wärme sorgte, war nicht mehr zu reparieren. Er wurde 2006 ab­ge­ris­sen und an seiner Stelle wurde ein moderner, gusseiserner Ofen mit Pa­no­ra­ma­schei­be installiert.
Manfred Tischer, neun Jahre als 2. Vorsitzender im Amt, wurde auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 22.02.2006 von Nicole Henschel, die er auf das Mandat vor­be­rei­te­te, abgelöst.
Ein furchtbarer Orkan, im Januar 2007, allen bekannt unter dem Namen „Kyrill", hinterließ auch seine Spuren in der Kleingartenanlage. Unter anderem wurden vier große Bäume, stark vom Sturm geschädigt, aus Sicherheitsgründen von der Festwiese und Umgebung entfernt. Anstelle ihrer wurden junge Bäume gepflanzt. Man wählte zwei Walnussbäume, einen Amberbaum und eine Eberesche.
Im Mai des gleichen Jahres feierte die Frauengruppe, geleitet von Sieglinde Rose, ihr 25jähriges Gründungsjubiläum. Die Frauen unterstützen den Gartenverein in so mancher Situation tatkräftig.
Hochwasser mitten im Sommer 2007, innerhalb weniger Wochen drei Mal. So etwas hat es auch in der Amsel noch nie gegeben. Wenn auch die Amselgärtner einiges gewohnt sind, flossen hier und da doch einige Tränen.. Unterkriegen ließen sich die Kleingärtner deswegen aber nicht.
Matthias Hilgert führte das Amt des 1. Vorsitzenden acht Jahre hintereinander. Er verlängerte sein Mandat zwischenzeitlich um weitere vier Jahre, weil niemand im Verein sich in der Lage fühlte, in abzulösen. Nach Ankündigung hat er den Vorsitz in der Jahreshauptversammlung am 15.03.2008 niedergelegt. Als Nachfolgerin wurde am gleichen Tag Helga Heinke in das wichtige Amt gewählt.

Das 60 jährige Vereinsjubiläum, das am 21.06. und 22.06. 2008 stattfand, stand nun im Vordergrund aller Bemühungen. Der erweiterte Vorstand mit dem gebildeten Festausschuss zusammen mit der Frauengruppe arbeiteten an einem treffenden Festprogramm.

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